So nah und doch so fern
Oppositionspolitiker zu sein, ist in der Coronakrise nicht der leichteste Job. Die Regierung lässt ihnen kaum Spielraum. Es ist ein seltsamer Flug unter dem Radar.
Aus ff 24 vom Donnerstag, den 11. Juni 2020
Nicola Canestrini, 47, sitzt beim Skype-Interview in seinem Büro in Rovereto („Ich bin in Rofreit“, schreibt er in einem Mail) – weißes Hemd, schwarze Krawatte, Gel im Haar. Er ist ein bekannter Strafverteidiger wie schon sein Vater Sandro Canestrini, der die Südtirol-Attentäter verteidigte. Von seiner Mutter Martha de Biasi, Publizistin und Autorin von Gartenbüchern, hat er Deutsch (und den Dialekt) gelernt. Canestrini verteidigt die Südtiroler Freiheit ebenso wie die Besatzung der Juventa, des Schiffes, das im Mittelmeer Flüchtlinge rettete, bis es 2017 von den
Oppositionspolitiker zu sein, ist in der Coronakrise nicht der leichteste Job. Die Regierung lässt ihnen kaum Spielraum. Es ist ein seltsamer Flug unter dem Radar.
Die Wirtschaftkrise ist groß, der Tourismus leidet. Nun soll Südtirols Landesvermarkter IDM verlorenes Marktterrain wiedergutmachen. Dabei kommt der Sonderbetrieb selbst nur zaghaft aus der Krise.
Auch wir verlangen Respekt und Anerkennung: Brief einer „privilegierten Kategorie“.
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