Johanna Perret, Design-Studentin an der Uni Bozen, widmet sich einer dunklen Materie – dem Kot. Ein mobiles Kompost-Klo soll die Superkräfte der verkannten Ressource nutzen.
Leserbriefe
Geizige Betriebe
Aus ff 43 vom Donnerstag, den 26. Oktober 2017
Die Mehrzahl der größten Südtiroler Unternehmen hat kein Betriebsabkommen. Warum das so ist, war in ff 41/17 zu lesen
Anders, als es der Titel und der Inhalt des Artikels suggeriert, bedeutet das Fehlen eines Betriebsabkommens keineswegs Nachteile für die Mitarbeiter oder gar schlechtere Gehälter. So bezahlt beispielsweise unser Verband
97 Prozent der Mitarbeiter über Tarif und bietet zudem eine Reihe von Zusatzleistungen – ganz ohne ein mit den Gewerkschaften ausverhandeltes Betriebsabkommen.
Der alleinige Fokus auf das Gehalt zielt auch an den Bedürfnissen der Mitarbeiter vorbei. Die Entlohnung spielt bei der Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter nicht die wichtigste Rolle. Viel mehr zählen Vorteile wie flexible Arbeitszeiten, ein gutes Betriebsklima, Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie und Beruf sowie ein gut ausgestatteter
Arbeitsplatz.
Und dass es vor allem auch Betriebe ohne Betriebsabkommen ins Ranking der besten Arbeitgeber schaffen, zeigt zum Beispiel auch der jährliche „Top Company Award“, bei dem unser Verband dieses Jahr den dritten Platz erreicht hat.
In Zeiten des „war for talents“ wären übrigens geizige Betriebe – besonders in Südtirol mit seinem leergefegten Arbeitsmarkt – ganz sicher keine erfolgreichen Betriebe.
Georg Wenter, Personalleiter Südtiroler Bauernbund, Bozen
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