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Leserbriefe
Magnago und die Viererbande
Aus ff 24 vom Donnerstag, den 11. Juni 2020
ff 22 über die Aktualität von Silvius Magnago 10 Jahre nach seinem Tod
Markus Frank, Meran:
Habe mit großem Interesse den Artikel gelesen und den Inhalt dann mit meinem Vater diskutiert. Er, Josef Frank, Jahrgang 1930, war sowohl in Sigmundskron 1957 als auch bei der Paketabstimmung 1968 in Meran dabei und konnte mir noch mal seinen „Livebericht“ von der Stimmung geben. Vor allem die Großkundgebung in Sigmundskron muss in der Tat ein gespenstisches Ereignis gewesen sein. Mein Vater ist, zusammen mit einem älteren Parteigenossen aus Schluderns, um sechs Uhr früh mit dem Zug bis Sigmundskron gefahren und von dort zu Fuß zum Schloss marschiert. Überall Polizei und Militär auf der einen, und Schützen und Oppositionelle auf der anderen Seite.
Man wusste nicht, wie die Sache ausgehen würde, und mein Vater bestätigte einmal mehr, dass es nur der Autorität und der Redegewandtheit Magnagos zu verdanken war, dass alles friedlich abgelaufen sei: „Man wusste nicht, ob man nicht im nächsten Augenblick verhaftet wird, so war die Stimmung in der Menschenmenge!“
Mein Vater erzählte mir dann noch eine Anekdote im Zusammenhang mit Magnago. Bei den damaligen Gemeinderatswahlen bekam mein Vater am meisten Vorzugsstimmen und sollte als jüngstes Ratsmitglied das Bürgermeisteramt übernehmen. Da hat er um einen Termin bei Magnago gebeten, um mit ihm über dieses Vorhaben zu sprechen. Magnago meinte dann: „Ich sehe, dass Sie ein überzeugter und couragierter junger Mann sind, Sie werden ein guter Bürgermeister werden“. Dieses Amt hat Josef Frank dann für 22 Jahre in Schluderns bekleidet.
Kompliment für diesen interessanten Artikel, es ist immer wieder wichtig, an solche geschichtsträchtige und für unser Land so entscheidende Momente und deren Protagonisten zu erinnern.
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